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Stevia, Xucker, Kokosblütenzucker - Was ist die beste Alternative?

- Welchen Zuckerersatz du wählen solltest -

Zuckerlöffel- Zuckerersatz

Zuckerersatzstoffe werden uns überall empfohlen. Der eine hat keine Kalorien, der nächste ist pflanzlich oder gesünder. Doch selten wissen wir wirklich was sich dahinter verbirgt und auf welchen Zuckerersatz wir zurückgreifen sollten, wenn wir unseren Zuckerkonsum reduzieren wollen.

Viele der Ersatzstoffe haben, wie schon erwähnt, wenige bis gar keine Kalorien. Das hebt sie natürlich deutlich von dem herkömmlichen Haushaltszucker ab, der bei 100g ganze 400 Kilokalorien beinhaltet.

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Leere Kalorien im Zucker:

Wir essen viel zu viel Zucker und damit eine ganze Menge leere Kalorien: 35 Kilogramm Zucker nehmen wir im Schnitt pro Jahr zu uns. Ein Großteil des Zuckers, den wir essen, steckt noch nicht einmal in Süßigkeiten wie Schokolade oder Gummibären, sondern auch in gesüßten Getränken, Backwaren und Milchprodukten. Außerdem nicht zu verachten sind salzige Lebensmitteln wie Fertigpizzen oder Grillsaucen, die oft viel Zucker enthalten.

Es lohnt sich demnach über seinen Zuckerkonsum nachzudenken und sich über Austauschprodukte und Zuckerersatz zu informieren.

Zucker Lollipop
Zucker im Alltag - zum Beitrag einfach drauf klicken

Stevia

Stevia* wird aus den Blättern der südamerikanischen Staudenpflanze Stevia gewonnen und ist bis zu 200-300-mal süßer als der herkömmliche Zucker.

Vorteile:

Stevia wird von unserem Körper nicht verstoffwechselt und hebt somit auch unseren Blutzuckerspiegel nicht an. Außerdem hat es keine Kalorien und kann daher für Diabetiker eine gute Süßungsalternative sein. Zusätzlich greift es unsere Zähne nicht an.

Nachteile:

Stevia kann einen sehr eigenen Geschmack haben. Mit seinem etwas bitteren, lackritzartigen Geschmack ist dieser Zuckerersatz auf jeden Fall nicht für Jedermann geeignet. Zudem wird es mit einem aufwändigen chemischen Verfahren gewonnen, was Stevia* zu keinem Natur bzw. Bioprodukt macht.

Xylit

Xylit wird aus Resten von Maiskolben gewonnen und durch Fermentation hergestellt.

Vorteile:

Ein Vorteil ist hier auf jeden Fall, dass Xylit* dieselbe Süßkraft hat wie der herkömmliche Haushaltszucker, aber den Blutzuckerspiegel jedoch nur wenig erhöht.

Nachteil:

Für Menschen, die an einer Fructoseintoleranz leiden, ist Xylit nicht geeignet, da es dieselben Symptome hervorrufen kann wie Fructose. Zudem kann der Zuckerersatzstoff bei größerem verzehr abführend wirken.

Kokosblütenzucker

Für diesen Zuckerersatz werden Kokosblüten an der Palme angeschnitten, der austretende Saft aufgefangen und zu Sirup abgekocht. Das Sirup schmeckt jedoch nicht nach Kokos, sondern hat einen eher karamelligen Geschmack. Dem Kokosblütenzucker* wird nachgesagt, dass er sehr viele wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Eisen enthält.

Vorteil:

Kokosblütenzucker hat einen niedrigen glykämischen Index, lässt also den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen wie Haushaltszucker.

Nachteil:

Er ist sehr teuer, weil er in Handarbeit hergestellt wird. Der Kilopreis beträgt zwischen 20 und 40 Euro. Zudem hat er nur sehr gering weniger Kalorien als der Haushaltszucker.

 

Erythrit/Xucker* kommt in seiner natürlichen Weise in Käse und in verschiedenen Obstsorten vor. Die darin enthaltene Glukose wird mittels einer Hefepilzkultur zu Erythrit vergoren und danach wird der Stoff kristallisiert. Erythrit sieht aus wie normaler Haushaltszucker und besitzt ungefähr 75 Prozent von dessen Süßkraft.

Vorteil:

Erythrit ist gut verträglich, es wird zu 90 Prozent über den Magen und über die Niere wieder ausgeschieden, also nicht verstoffwechselt. Erythrit wirkt sich nicht auf den Blutzuckerspiegel aus und ist daher für Diabetiker sehr geeignet sowie nahezu kalorienfrei.

Nachteil:

Es kostet zehnmal so viel wie Haushaltszucker, weil der Herstellungsprozess recht aufwendig ist.

Wichtig:

Wer mit Erythrit backen will, muss umrechnen – 130 Gramm Xucker* ersetzen 100 Gramm Zucker. In Mürbteigen und Rührteigen mit viel Fett kann es sein, dass Erythrit Kristalle bildet.

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Agavendicksaft

Agavendicksaft* wird aus dem Saft bestimmter Agavenarten gewonnen, die in Mexiko wachsen. Die Pflanzen werden angeschnitten und geben einige Monate Agavendicksaft von sich. Das Sirup ist 1,2-mal süßer als Zucker und galt lange als die beste Zuckeralternative

Vorteil:

Agavendicksaft ist süßer als Zucker und schmeckt sehr neutral, aber er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als normaler Zucker. Der Sirup löst sich außerdem gut auf und ist mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich.

Nachteil:

Agavendicksaft enthält 90 Prozent Fructose und eignet sich nicht für Menschen, die unter einer Fructoseintoleranz leiden. Hohe Mengen an Fructose können die Entstehung von Übergewicht begünstigen. Die Agaven werden in Mexiko in riesigen Monokulturen angebaut, deshalb ist die Gewinnung von Agavendicksaft* nicht sehr umweltfreundlich. Auch der lange Transport von Mexiko nach Europa ist problematisch.

Welcher Zuckerersatz ist denn nun der beste?

Wie so oft lässt sich das nicht so leicht beantworten und für jede der aufgeführten Alternativen gibt es ein Für und Wider.

Beispielsweise sind Kokosblütenzucker* und Agavendicksaft* aufgrund des niedrigen glykämischen Index als besonders positiv zu bewerten. Andererseits sind Xylit und Stevia bezogen auf den niedrigen Kaloriengehalt zu bevorzugen.

Es muss also jeder individuell entscheiden, wieso er zu einem Zuckeraustauschprodukt greift und was damit bewirkt werden soll. Demnach kann auch immer ein anderes Produkt das richtige für einen selbst sein.

brauner Zucker im Glas

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